Wer denkt denn jetzt schon an Zecken-Impfung?

Wer denkt denn jetzt schon an Zecken-Impfung?

Verbraucher am 14.02.2006

Wer denkt denn jetzt schon an Zecken-Impfung?

Dienstag, 14. Februar 2006, 9:20 Uhr

Ein Warnschild mit der Aufschrift “Zecke” im Wald bei Rodgau Nieder-Roden im Landkreis Offenbach

Zecken stechen, wenn es wärmer wird so ab März. Wer sich durch eine Impfung schützen möchte, muss jetzt loslegen. Denn bis die Impfung wirkt dauert es mindestens zwei Monate. Zecken, die die Borreliose-Erreger in sich tragen, kommen überall vor. Gegen Borreliose kann man sich nicht impfen lassen.

Allerdings gegen die gefährliche FSME und die gibt es in Hessen: der Odenwald, die Bergstraße, der Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Kreis Marburg-Biedenkopf sind Risikogebiete, d.h. Gebiete, in denen die Zecken den FSME-Virus in sich tragen.

Der Holzbock (lateinisch: Ixodes ricinus) ist eine Zeckenart. Wie alle Zecken ist er mit Mundwerkzeugen ausgestattet, die sowohl stechen als auch saugen können. Er ist in Europa weit verbreitet. Sein bevorzugter Lebensraum ist der Wald, aber er ist auch auf Wiesen und Feldern zu finden. Steigt während der warmen Jahreszeit die Temperatur konstant über etwa sieben Grad, werden die Blutsauger aktiv und gehen auf Nahrungssuche.

Zecken sind Wirte für verschiedene Krankheitserreger. Mit ihrem Speichel übertragen sie beim Beißen diese Erreger auf ihre Opfer.
In Mitteleuropa übertragen Zecken vor allem zwei Krankheiten:

  • die Borreliose
  • die Frühsommer- Meningoencephalitis (FSME)

FSME ist eine Viruserkrankung. Das Virus lebt in der Zecke. Kontinuierliche Untersuchungen über Jahrzehnte hinweg haben gezeigt, dass es in Europa Gebiete gibt, in denen fast alle Zecken FSME-Viren tragen. Andere Landstriche hingegen sind praktisch FSME-frei.

Wer sich im Wald und in freier Natur aufhält, kann von Zecken befallen werden. Zecken halten sich bevorzugt in hohem Gras, Gebüsch und Unterholz auf. Zu den gefährdeten Personen in Risikogebieten zählen deshalb alle Personen, die sich aus beruflichen Gründen oder während Freizeitaktivitäten in freier Natur aufhalten- Wald-, Land- und Forstarbeiter, Freizeitsportler, Urlauber, Bewohner von Risikogebieten. Zecken lassen sich bevorzugt auf unbekleidete Körperteile fallen. Jedoch suchen sie von dort aus auch bekleidete Körperareale auf, besonders solche, die warm und feucht sind (Achselhöhle, Haaransatz, Leistenbeuge).Beim Beißen gibt die Zecke eine betäubende Substanz ab. Deshalb erinnern sich die Befallenen später oft an keinen Zeckenbiß. Nach dem Biß verhakt sich die Zecke mit ihren Beißwerkzeugen in der Haut des Opfers. In aller Ruhe saugt sie sich nun voll Blut. Ist sie nach mehreren Tagen satt, fällt sie ab.
Unmittelbar nach dem Biß ist die Zecke als kleiner schwarzer Punkt sichtbar, der sich nicht wegwischen läßt. Vollgesaugt erscheint sie knapp kleinfingernagelgroß und grau.

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