Intrauterinpessar (“Spirale”)

Die Verhütung durch eine „Spiriale“ erfolgt entweder, weil sie Kupferionen (Multiload®) oder geringe Hormonmengen freisetzt (Mirena®).

Multiload®

Der Schaft dieses IUPs ist mit einem feinen Draht aus reinem Kupfer umwickelt, der eine Oberfläche von 300 mm2 aufweist. Im Schaft ist ein flexibler Kunststoffaden ohne Knoten eingebettet. Dieser Faden dient zur Kontrolle der Anwesenheit des IUP und zu seiner Entfernung bei Kinderwunsch bzw. Austausch nach Ablauf der Liegezeit. Es werden ständig geringe Mengen an Kupferionen freigesetzt, die die Samenfäden in Ihrer Beweglichkeit beeinträchtigen und die Befruchtung der Eizelle verhindern. Sollte es doch zu einer Befruchtung kommen, so wird die befruchtete Eizelle daran gehindert sich in die Gebärmutterschleimhaut einzunisten. Eine Schwangerschaft ist nach der Entfernung sofort möglich.

Mirena®

Von diesem IUP wird kontinuierlich eine geringe Hormonmenge abgegeben, die die Gebärmutterschleimhaut, den Eileiter und das Zervixsekret beeinflussen. Der Hormongehalt ist im Durchschnitt 5-10fach niedriger als bei der Minipille und 20-60fach niedriger als bei oralen Hormonpräparaten. Das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut ist vermindert und die Blutungsintensität bei der Periode ist geringer oder es kommt gar nicht mehr zur Menstruationsblutung. Dies ist reversibel, nach der Entfernung des IUP findet wieder eine Menstruationsblutung statt. Der Östrogenspiegel wird nicht verändert, die Ovarialfunktion (Eisprung) bleibt erhalten. Lediglich in den ersten 3 – 6 Monaten kann es zu Blutungsunregelmäßigkeiten, z.B. Zwischenblutungen, kommen. Das IUP kann bis zu 5 Jahren liegenbleiben.

Einlage

Das IUP wird in die Gebärmutter eingelegt. In seltenen Fällen kann es während der Einlage zu leichten Blutungen, Krämpfen oder zu einer kurzen Ohnmacht kommen. Vor der Einlage eines IUP untersucht Sie Ihr Arzt, um die Größe und Lage der Gebärmutter zu bestimmen. Die richtige Lage des IUP wird anschließend mit dem Ultraschall überprüft.

Kontrollen

der IUP-Lage sollten nach der ersten anschließenden Menstruation und mindesten in halbjährlichen Abständen erfolgen.

Empfängnisschutz

besteht sofort nach Einlage.

Regelschmerzen

verstärken sich üblicherweise wegen Form, Kleinheit und Flexibilität des IUP nicht. Verlängerte Menstruations- und Schmierblutungen können während der ersten Monate nach der Einlage auftreten. Bitte lesen sie sorgfältig den Gebrauchsinformation zu ihrem IUP.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen zur Verfügung.